C-Jugend in Spanien

Bericht vonpersonJan Andresen amdate_range |   C-Jugend

Besuch des europäischen Fußballturniers an der Costa Brava

Vom 01.-08.04.2018 besuchte die C-Jugend der SG-Schwansen das Copa Castelle-Turnier in Blanes / Lloret de Mar.

Zusammen mit weiteren rund 90 Mannschaften verschiedener Jugenden wurden täglich 1 bis 2 Spiele absolviert.

Die Anreise war etwas beschwerlich, denn der mit 87 Plätzen ausgestattete Doppeldeckerbus hatte leider eine defekte Heizung, die nicht abgestellt werden konnte. Für die neben uns noch 3 weiteren mitreisenden Mannschaften aus Friedrichsberg, Haddeby und Kiel war der Gepäckstauraum leider zu knapp, so dass von Kiel bis Haltern am See zum Standort des Busunternehmens einige Koffer im Fahrgastraum mitgenommen werden mussten. Dort angekommen mussten wir eine Stunde nachts auf dem Bahnhof warten. Währenddessen wurde ein Anhänger an den Bus gehängt. Die Frage, ob die zu grosse Gepäckmenge den mitreisenden G-17 Girls von Holstein Kiel geschuldet war, blieb letztendlich unbeantwortet.

Auf einem Rastplatz in Höhe Düsseldorf bekamen wir unsere beiden Fahrer, die uns bis Spanien bringen sollten. Die beiden muteten an wie Waldorf & Statler (Udo und Hans) von der Muppet–Show aus der Loge. Beim Abfahren vom Rastplatz signalisierte die scheinbar doch funktionierende Technik des Busses durch einen durchdringenden Piepton, dass irgendeine Luke oder Tür noch offen sei. Weil diese zunächst nicht gefunden wurde stellte Statler fest: "Dat ham wir jetze bis Spanien, wa?". Tatsächlich kamen wir dann schliesslich doch mit geschlossenen Türen und ohne Tinitus fast pünktlich am 02.04.2018 in Malgrat de Mar an der Costa Brava an. Erträglich wurde die Fahrt insbesondere durch die zwei, Zitat Stadtler: "Ausgibigen Pausen von 20 Minuten!"

Das Hotel Papi hat uns herzlich empfangen und die Zimmer waren zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Wenn früher noch ein ca. 10 kg schwerer Gettoblaster, betrieben mit 1 kg Batterien, für mobile Stimmung gesorgt hat, so kann dieses heute ein Smartphone gekoppelt mit einer, oder wie wir erfahren mussten, mehreren Bluetooth-Boxen. Das musikalische Motto der Reise kann man wie folgt zusammenfassen: Moin moin Alder, Digger, Alder, Alder... und unzähligen opszönen Versen im übelsten Rapstil.

Die einstündige Eröffnungsfeier in der örtlichen Sportarena mit viel Musik, Licht und zahlreichen Tanzeinlagen, einer Flaggenparade nebst Nationalhymnen und einem olympischen Feuer war beeindruckend.

Wenngleich sich die SG den spielerisch leider überlegenen Gegnern geschlagen geben musste, so gab es doch zahlreiche sportliche Highlights. Beispielsweise konnte man einem Landesligisten aus Nieheim dank guter Abwehrarbeit und einem über sich hinauswachsenden Torhüter derart die Stirn bieten, dass dieser trotz eines Sieges über die SG-Kicker ein Straftraining von dessen Coach verordnet bekam.

Als ein außersportliches Highlight der Reise kann der Ausflug nach Barcelona betrachtet werden. Zuerst wurde das fast 100.000 Zuschauer fassende Camp Nou Stadion besichtigt. Wir stellten fest, dass wir nicht die einzigen waren, die die Wirkungsstätte des FC Barcelona besichtigen wollten, denn neben uns waren Hunderte weitere Besucher dort und sorgten mit ihren Eintrittsgeldern (25€) dafür, dass der Verein auch weiterhin teure Spieler einkaufen kann.

Anschließend hatten wir rund 2 Stunden Zeit, einen Teil der Altstadt und des Hafens Barcelonas zu erkunden. Besonders die tolle alte Bausubstanz, der riesige Mercat de la Boqueria und die vielen Megayachten im Hafen beeindruckten uns.

Allabendlich nutzten die Jungs die Zeit zum Feiern und Genuss der musikalischen Meisterwerke unterbelichteter und eigentlich gut entbehrlicher Künstler der Ballermannklasse.

Hinsichtlich der Turnierorganisation muss resümiert werden, dass alles perfekt geplant und vorbereitet war: Hotelauswahl, Austragungsort und Plätze sowie 1A Busshuttle zwischen den Hotels und dem Austragungsort. Auch die außerordentliche Freundlichkeit des Eurosportring-Teams und auch des Hotelpersonals hat zum Erfolg der Tour maßgeblich beigetragen.

Die während der Spiele vermisste Lauffreudigkeit der Jungs stellte sich auf der Heimreise auf einem Autohof in Sittensen plötzlich doch ein. Die 100-Meter-Distanz zwischen Bus und Burger King wurde selbst von ansonsten wenig laufbegeisterten Spielern in weniger als 15 Sekunden zurückgelegt. Erstaunlicherweise muss der Sitzmuskel durch das über 20 Stunden anhaltende Ausharren im Bus derart viele Kalorien verbrennen, dass teilweise 2 Burger nicht reichten, das Energiedefizit auszugleichen. Somit gelang es wiedererwartend, satt, zufrieden und sogar vollzählig die Heimat zu erreichen.

Die Mannschaft und das Trainer-/Betreuerteam hatten eine tolle Zeit in Spanien und würden diesen Ausflug in dieser oder ähnlicher Form gerne wiederholen!